26.04.2026
mit Erasmus+ in Slowenien: Bericht, Bilder
Karen Elsäßer verbringt zwei Wochen am Gimnazija Želimlje
Nach einer 11-stündigen Zugfahrt durch die Schweiz und Österreich mit wunderschöner Sicht auf die Alpen auf der ganzen Fahrt kam ich in Ljubljana in Slowenien an. Durch meinen Erasmus+-Austausch durfte ich für zwei Wochen in einer Gastfamilie unterkommen. Die Familie wohnt in einem kleinen Dorf namens Veliki Lipoglav, welches nur 40 Einwohner hat. Überraschenderweise dauert es allerdings nur 30 min nach Ljubljana, der Hauptstadt. Zusammen mit meiner Austauschschülerin Nežka bin ich jeden Tag in die Schule gegangen. Besonders war dabei, dass sie auf ein katholisches Internat geht und zusammen mit zwei anderen Schülerinnen in einem kleinen Zimmer wohnt. Wegen des kleinen Zimmers haben wir während meines Aufenthalts zu Hause bei meiner Gastfamilie gewohnt. Das Internat liegt auf dem Weg nach Ljubljana.
Insgesamt ist die Schule dem deutschen Schulsystem sehr ähnlich. Wir hatten täglich sieben Stunden Schule, wobei dies ohne Nachmittagsunterricht ablief. Jeden Morgen wurde das „Vater Unser“ gesprochen. Es wurde Lunch und Mittagessen im Internat angeboten. Der Unterricht verläuft im Wesentlichen gleich wie bei uns, aber am Anfang jeder Stunde musste man aus Respekt zu den Lehrern stehen, bis einem erlaubt wurde sich zu setzen. Der gesamte Unterricht war, abgesehen von den Fremdsprachen, auf Slowenisch. Trotzdem fühlte ich mich von den Schülern und Lehrern sehr integriert. Sie sprachen mit mir teils auf Englisch und teils auf Deutsch.
Nun zum Essen und den Essgewohnheiten: Zu jedem Mittagessen gab es eine Suppe als Vorspeise. Dann immer ein fleisch-lastiges Hauptgericht, ähnlich wie man es aus Deutschland kennt. Ein großer Unterschied war, dass man beim Frühstücken keine Teller benutzt. Beim Nachfragen, weshalb das so ist, kam die Antwort, dass man sich somit das Decken und den Abwasch spart. Ungewöhnlich, aber ich habe mich daran gewöhnt. Das Land Slowenien hat für Touristen einiges zu bieten. Von Bergen über Seen zu den Städten und der Küste. An meinem ersten Tag besuchten wie die Stadt Bled, wo der einzige See mit einer Insel in ganz Slowenien ist. Nach 200 Höhenmetern zu einem Aussichtspunkt hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf den See, die Insel und die Alpen im Hintergrund. Die Hauptstadt Ljubljana ist durch ihren Fluss durch die Stadt besonders. Die Brücken über die Ljubljanica sind für ihre Einzigartigkeit berühmt, zum Beispiel die Drachenbrücke oder die Drei Brücken.
Meine Gastfamilie unternahm mit mir auch einen Ausflug zu einer Stadt an der Küste der Adria, Piran. Mit ihren pastellfarbenen Häusern, den gepflasterten Straßen und der Aussicht auf das Meer hat sie mich sehr an Italien erinnert. Man sah sogar die italienischen Alpen, die etwa 100 Kilometer von uns entfernt lagen. Insgesamt konnte ich durch meinen Austausch viel über eine neue Kultur lernen, tolle Menschen kennenlernen und ein neues Land erkunden. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte!
Karen Elsäßer (Kursstufe 1), Schuljahr 2025/2026
