08.05.2026
Vierte "Offene Bühne" am HGWT
Vielfalt, Mut und jede Menge Gänsehautmomente
Klassische Musik, Pop und Rock sowie Videokunst - am Hochrhein-Gymnasium zeigte sich, wie breit das kreative Spektrum an der Schule ist.
Am 07. Mai 2026 verwandelte sich das Hochrhein-Gymnasium erneut in eine Bühne für Talente: Zum vierten Mal fand die „offene Bühne“ statt – ein Abend, an dem Schülerinnen und Schüler unabhängig von Fachrichtung oder Kurszugehörigkeit ihr Können mit dem Publikum teilten. Von klassischer Musik über Pop und Rock bis hin zu Videokunst zeigte sich eindrucksvoll, wie breit das kreative Spektrum an der Schule ist.
Den schwungvollen Auftakt machten vier Geigerinnen, begleitet von ihrer Musiklehrerin Nadja Riedl am Klavier: Merle Jüdt und Nora Tudosie (beide aus der Klasse 6a) sowie Sophie Tudosie und Antonia Roosmann aus Klasse 8 entführten das Publikum mit der „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauss und einem Medley aus „Pirates of the Caribbean“ in ein fulminantes Klangerlebnis. Kontrastreich und feinfühlig ging es weiter mit Iryna Sharij aus der sechsten Klassenstufe am Klavier und Mariia Manuilova aus der 7e als Sängerin. Gemeinsam performten sie das Lied „End of Beginning“ von Joe Keery und setzten dabei einen modernen, popmusikalischen Akzent. Gerade den jüngeren Zuhörern ist das Lied sicherlich aus der US-Fernsehserie „Stranger Things“ bestens bekannt. Virtuosität im Kleinformat zeigte anschließend Jakob Wadle: Zunächst mit Bachs Invention in d-Moll präzise und klar, dann mit „Meet Franky and Johnny“ von Gerald Martin im Boogie-Woogie-Stil – ein reizvoller Stilwechsel, der für begeisterten Applaus sorgte.
Zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen bot die offene Bühne aber auch Platz für Kunst ganz anderer Art: Dies bewiesen unter anderem mehrere Video-Einspieler von Schülerinnen und Schülern der Kunst-Basis- und Leistungskurse, welche unterschiedliche Themen der Lebenswelt junger Menschen behandelten.
Für einen Gänsehautmoment sorgten Lydia Lautner (10a, Gesang) und Musiklehrer Uli Tomm (Klavier) mit „The One That Got Away“ der amerikanischen Popsängerin Katy Perry. Die klare Stimme und das fein abgestimmte Klavierspiel verliehen dem Lied besonderen Ausdruck, was mit großem Applaus vom Publikum gewürdigt wurde. Mit E-Gitarre und Schlagzeug brachten Viktor Sarenac und Louis Mell die Aula zum Beben. Mit ihren Interpretationen von „Back in Black“ von AC/DC und „Smells Like Teen Spirit“ der US-amerikanischen Grunge-Band Nirvana lieferte das Duo das rockige Herzstück des Abends. Im Anschluss daran unterstützte Nikolai Schmidt am Flügel die beiden noch bei einer Jam-Session. Persönlich und nah wurde es bei Jule Rothstein, die gemeinsam mit ihrem Vater an der Gitarre „So viel schöner“ von Sophia darbot – ein ruhiger Höhepunkt, der mit seiner familiären Bindung den Charakter der offenen Bühne bestens verkörperte, nämlich Talente auch über eine Generation hinweg gemeinsam vors Publikum zu bringen.
Zum letzten Schülerbeitrag fanden sich noch einmal zahlreiche Mitwirkende zusammen: mit „Palladio“ von Karl Jenkins setzten Talea Schmidt, Sophia Läule, Louis Mell, Elias Läule und Nikolai Schmid einen eindrucksvollen, genreübergreifenden Akzent. Barock anmutende Strenge, moderner Groove und brillante Soli fanden zu einem dichten Ensembleklang. Für das augenzwinkernde Finale sorgten die acht Musiklehrkräfte der Schule – und das spektakulär „8-händig an einem Flügel“: Mit „Tico-Tico no fubà“ von Zequinha de Abreu lieferten sie virtuoses Können und Spielfreude, welche vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurde.
Die „offene Bühne“ am Hochrhein-Gymnasium zeigte einmal mehr, wie niedrigschwellige Auftrittsmöglichkeiten Kreativität freisetzen und Gemeinschaft stiften. Die Mischung aus Klassik, Pop, Rock und Videoformaten macht ihren besonderen Reiz aus – und ermutigt Schülerinnen und Schüler, Neues auszuprobieren, Lampenfieber zu überwinden und sich gegenseitig zu inspirieren.
Text und Bild: Alexander Maus, HGWT
